Das Schlosshotel Velden ist in vielerlei Hinsicht eine Reise wert. Sei es, um die Sommerfrische direkt am Wörthersee mit Yoga oder anderen Kursen zu verbinden oder um sich eine Auszeit in der großzügigen SPA-Landschaft zu gönnen. Stichwort Landschaft: Die Kombination aus See und Bergen ist einfach klassisch gut.

Jessica Bruder

Tipp der Redaktion

Bei der vom Falstaff mit 85 Punkten ausgezeichneten Schlossbar, taucht der Gast in einen Raum aus Holz und Leder ein. Hier lassen sich Getränke-Klassiker und eigene Kreationen der Bartender genießen. Und insbesondere Gin-Liebhaber kommen auf den Geschmack, denn mit 29 internationalen Gin-Sorten, getrockneten Kräutern und passenden Tonics lässt sich allerlei mixen und probieren.

Kontakt

Falkensteiner Schlosshotel Velden

Schlosspark 1
9220 Velden am Wörthersee
Österreich

T: +43 4274 52000 – 0
reservations.schlossvelden(at)falkensteiner.com

Schlosshotel Velden am Wörthersee | Österreich

Schenk’ Dir drei tiefe Atemzüge!

Yoga, Wellness und Genuss im Schlosshotel Velden am Wörthersee

Im Zeitalter des Barock vertrieben sich Adelige hier ihre Zeit beim Lustwandeln durch den Garten oder am See und feierten rauschende Feste. Der Geist von Luxus und Genuss ist bis heute geblieben und wird regelmäßig neu interpretiert. Seit diesem Frühjahr treffen im Veldener Schloss Yoga-Interessierte in vielseitigen Workshops auf renommierte Coaches. Das Fünf-Sterne-Haus zeigt dabei, dass ein Gesundheitsurlaub nicht spartanisch-asketisch sein muss: Eine facettenreiche und kreative Küche, exklusiv ausgestattete Zimmer und Suiten sowie eine große SPA-Landschaft mit Berg- und Seepanorama bieten dem Gast vielseitige Möglichkeiten für Entspannung und Wohlbefinden.

Eine Legende im steten Wandel

Eine Geburtstagsgesellschaft versammelt sich im Schlossgarten und beginnt zu singen. Der Jubilar lauscht seinem Happy-Birthday-Ständchen. Sogleich stimmt einer der Gäste im Anschluss den Schlager-Song „Ein Schloss am Wörthersee“ an. Das Geburtstagskind dirigiert spontan und die übrigen Gäste singen textsicher mit. Sofort ist klar: Jeder hier kennt die Titelmelodie der 1990er-Jahre-Serie mit Roy Black. Das Filmgeschäft ist für das Schlosshotel Velden indessen nichts Neues. Schließlich dient es bereits seit den 1950er Jahren zahlreichen Film-Produktionen als Kulisse, thront es doch malerisch und eindrucksvoll am Westufer des Wörthersees.

Sein ursprünglicher Erbauer war Bartholomäus Khevenhüller, Freiherr von Aichelberg. Der Kärntner Adelige investierte viel Zeit und Geld für damalige Verhältnisse. Für rund 25.000 Gulden ließ er ein Vierteljahrhundert an seinem Anwesen bauen. 1603 war es soweit, und das ehemalige Herrenhaus hatte sich zum Schloss gewandelt. 1762 ist es aber bereits wieder um seine Pracht geschehen, als ein Brand den Bau fast vollständig zerstörte. Das Haus fällt in einen Dornröschenschlaf, um mit aufkommendem Wörthersee-Tourismus Ende des 19. Jahrhunderts wieder wachgeküsst zu werden. Sein „Prinz“ ist ein Wiener Porzellanfabrikant. Er renoviert das marode Schloss nach alten Vorlagen und eröffnet ein exklusives Hotel. Damit kehrt der Glanz längst vergangener Tage zurück in die altehrwürdigen Mauern: Adel und Großbürgertum genießen fortan in Velden die Sommerfrische. Man flirtet beim Tanztee am Seespitz oder flaniert über die Strandpromenade. 1990, also knapp 100 Jahre später, erwirbt Lebemann Gunther Sachs das Kärntner Wahrzeichen. Doch bereits 13 Jahre später verkauft er es wieder an Investoren. Das Schloss wird darauf von einer amerikanischen Hotelkette zu einem Luxusresort umgebaut. Das historische Gebäude samt quadratisch angelegtem Garten umgibt nun ein ebenso quadratischer Neubaugürtel. Ein Rahmen aus klaren weißen Formen des 21. Jahrhunderts mit großen Fensterfronten, als Kontrast zum von Türmchen geprägten gelben Schloss im Stile der Neorenaissance. Die Falkensteiner Gruppe übernimmt fünf Jahre später den defizitären Hotelkomplex. Sie setzt sich zum Ziel, das Schloss für alle zu öffnen. Mit neuen Ideen und vielseitigen Workshops sollen fortan Kärntner wie Touristen aus der gesamten Welt gleichermaßen angesprochen werden.


Welcome Home

Diese freundliche Begrüßung ziert im Retrolook gehaltene, hellblau karierte Taschen. Sie erwarten den Gast im Hotelzimmer, um sie oder ihn in den SPA- und Wellnessbereich zu begleiten. „Das „Welcome Home“ von Falkensteiner wird hier sehr stark gelebt. Und das gilt nicht nur für Hotelgäste, sondern für jeden, der das Schloss gerne besuchen möchte, und wenn es nur ist, um sich einmal den Rosengarten anzuschauen“, sagt Marketing Manager Verena Kolanda. Doch vor wenigen Jahren ging es hier noch anders zu. Ein Relikt der amerikanischen Vorgänger. Das Schloss, obwohl Wahrzeichen der Region, blieb den Kärntnern teilweise eher verschlossen, wie das dazu gehörige Seespitz, das nicht öffentlich zugänglich war. Die Falkensteiner Gruppe änderte dies und arbeitet kontinuierlich daran, dass die Nachbarschaft wieder ins Schloss kommt, sei es zum Essen oder um eine Massage zu nehmen. Die offene, herzliche Atmosphäre ist spürbar und jedermann soll künftig Schloss und Wellness als Verbindung wahrnehmen. Das Fünf-Sterne-Haus offeriert daher ein umfangreiches Aktivprogramm mit wöchentlich wechselnden Workshops zu verschiedenen Gesundheitsthemen für eine starke Wirbelsäule, Faszien-Fitness, Entschleunigung oder Yoga.


Yogi’s Choice

Die Stimme von Yoga-Lehrerin Nicola ist leise und sanft. Sie korrigiert die Haltung der Workshop-Teilnehmer, einer Gruppe von acht Hotelgästen. Nicola Silva Felsberger von Nicoya Yoga zeigt den Gästen verschiedene Yoga-Positionen vor der aufgehenden Sonne – getrennt nur durch eine Glasfront vom Außenpool. Wasserdampf steigt nebelartig auf und verflüchtigt sich langsam vor der Kulisse des Wörthersees. Yoga samt Morgenmeditation zum Aufwachen und Ankommen.

Nicola hat ihr Trainer-Zertifikat in Indien gemacht, Ashtanga Yoga und Vinyasa Flow in Goa gelernt. Sie hat die Welt bereist, um sich weiterbilden und inspirieren zu lassen: „Yoga hat mein Leben in unendlicher Weise bereichert und ist zu einer Lebensphilosophie geworden – on and off the mat“, sagt die junge Frau. „Die äußere Bewegung durch die Asanas, die Körperhaltungspositionen, und Pranayama, die Atemkontrolle, helfen mir, mein Innerstes zu sehen. Die Matte ist für mich zu einem Ort der Selbstbegegnung geworden. Als ob ich zu mir nach Hause kommen würde.“
Die Trainerin lässt ihr Wissen und ihre Haltung ganz nebenbei und sehr authentisch bei ihren Übungen mit einfließen. Manches gibt sie vor, vieles überlässt sie jedoch dem Einzelnen. Jeder Teilnehmer entscheidet, in welcher Position er oder sie sich in diesem Augenblick gut fühlt, welche die seine ist: It’s Yogi’s choice.


Be my base, Baby!

Dieselbe Gruppe, dieselbe Aussicht. Dieses Mal jedoch am Nachmittag im Garten des Schlosses mit einem neuen Coach. Beate Kalt von beYOGA freut sich, dass sie ihren Workshop dank strahlender Sonne im Freien abhalten kann: „Das ist wunderbar. So ein schöner Frühlingstag und dann dieses Panorama, der See und die Berge. Und wenn man sich umdreht, der Blick aufs Schloss. Besser geht es gar nicht“, strahlt sie. „Außerdem traut man sich viel mehr auf dem Rasen, ist meine Erfahrung.“ Denn etwas Mut brauchen die Teilnehmer schon, um die Übungen nachzumachen, die Beate gemeinsam mit ihrem Mann Manuel vorführt: Acro Yoga heißt diese neue Yoga-Richtung, ganz frisch aus Amerika importiert. Beate und Manuel sind bislang die einzigen, die entsprechende Kurse in Österreich anbieten.

Um die Figuren auszuführen, braucht es zwei Menschen. Acrobatic Yoga bietet sich daher besonders gut für Paare an: eine Person ist die „Base“. Sie trägt den sogenannten „Flyer“ bei verschiedenen „Asanas“ (Positionen). Dabei wechseln sich die Partner ab. Jeder bringt den anderen im wahrsten Sinne des Wortes zum Fliegen. Beate und Manuel sowie die übrigen Teilnehmer geben als „Spotter“ Hilfestellungen. Und bei allen akrobatischen Übungen darf gelacht werden, denn selbst Yoga-Geübte kämpfen ums Gleichgewicht und purzeln auch mal vom Partner herunter. Letztlich schafft es aber jeder der Teilnehmer – mehr oder weniger perfekt. Denn es kommt weniger auf Kraft, als vielmehr auf die Technik an. „Wir beobachten immer bei unseren Kursen, dass Acrobatic Yoga etwas mit den Paaren macht. Sie müssen einander vertrauen und können es nur gemeinsam schaffen. Das tut der Beziehung gut.“


Schwimmen, Schwitzen und Schlemmen mit Seeblick

Nach derartigen Herausforderungen ist der direkte Weg zum Wellness naheliegend, und glücklicherweise nur wenige Meter vom Ort des Geschehens entfernt. Ein Gartenpool führt durch eine Panorama-Glaswand zum Innenbereich einer 3.600 m2 großen und modernen SPA-Landschaft. Verschiedene Saunen und Dampfbäder sowie individuell eingerichtete Ruhebereiche locken die Erholungssuchenden. Eine große finnische Sauna findet sich zudem im Freien. Die komplett verglaste Front zum Wörthersee lässt einen bei 90 Grad quasi mit der Landschaft verschmelzen.

Wer neben der gewonnenen inneren Gelassenheit auch sein Äußeres in Einklang bringen möchte, kann sich einer medizinischen oder ästhetischen Behandlung unterziehen oder schlicht dem leiblichen Wohl hingeben.

Stilvoll kulinarisch lässt sich der Tag in einem der drei Restaurants des Hotels ausklingen: Im „Seespitz“, direkt am Wasser, erwartet den Gast frische und leichte Küche bei maritimen Ambiente. Im mehrfach prämierten Gourmet-Restaurant „Schlossstern“ können hingegen raffinierte Gänge mit Blick auf See und Berge genossen werden. Zu guter Letzt bietet das Restaurant „Bartholomäus“ regionale Speisen auf hohem Niveau. Ob es Bartholomäus Khevenhüller selbst in „seinem“ Restaurant gemundet hätte, lässt sich nur vermuten. Gewiss ist jedoch, dass der Adlige einst nicht derart viele kulinarische Optionen und Annehmlichkeiten für Körper und Seele genießen konnte, so wie der Veldener Schlossgast heute.