Die Villa René Lalique ist ein herausragendes Boutique Hotel mit einer ebenso herausragenden Sterne-Küche. Das historische Ambiente wird hier meisterhaft mit moderner Architektur und Details verknüpft – der perfekte Anlass für eine Genuss- und Wohlfühlreise ins Elsass.

Claudia Bette-Wenngatz

Tipp der Redaktion

Nach Wingen-sur-Moder, dem Dorf aus dem 16. Jahrhundert, können Sie auch mit dem Hubschrauber einfliegen: der Landeplatz liegt direkt im Villenpark.

Kontakt

Villa René Lalique

18 rue Bellevue
F-67290 Wingen-sur-Moder,
Frankreich

Tel: +33 388719898
reservation(at)villarenelalique.com

Villa René Lalique, Elsass | Frankreich

Sie kennen das historische Dorf Wingen-sur-Moder im Elsass nicht? Dann sollten Sie nicht lange zögern und unbedingt hinfahren, wenn Sie an internationaler Architektur, wertvollen Kunst- und Glasobjekten und höchstem Gourmetgenuss interessiert sind. Last not least: Hier können Sie auch den zur Zeit wohl eindrucksvollsten Weinkeller Europas kennenlernen.

Mitten im Naturpark der Nordvogesen eröffnete im Herbst 2015 die Villa René Lalique und wir können Ihnen versichern, dass es sich um ein französisches ‚Bonbon’ der Extraklasse handelt: Direkt neben dem ehemaligen Wohnhaus des Glas- und Schmuckkünstlers René Lalique aus dem Jahr 1920, hat der Schweizer Stararchitekt Mario Botta – selbst Schöpfer einer Vasenkollektion für Lalique – inmitten schönster Natur ein hochmodernes, architektonisches Kunstobjekt geschaffen.

Nach nur drei Monaten bereits zwei Michelin-Sterne
In einem Glasquader auf Pfeilern aus Vogesen-Sandstein mit Pflanzendach ist das neue 40 Sitzplätze fassende gastronomische Reich des Star- und Sterne-Kochs Jean-Georges Klein untergebracht. Hier hat Klein das Kunststück vollbracht, nach nur drei Monaten vom Guide Michelin mit 2 Sternen ausgezeichnet zu werden. Zuvor hatte er bereits im L’Arnsbourg 3 Sterne erkocht.
Heute entfacht der Chef de Cuisine zusammen mit seinem 15 köpfigen Team auf 200 m2 kulinarische Feuerwerke: Wolfsbarschrücken mit Cappuccino, marmorierte Entenleber mit Mirabellen, gebratene Taubenbrüstchen – serviert unter Kaskaden aus Kristall, an stilvoll dekorierten Tischen mit Details von unschätzbarem Wert. Die schwarze, ebenfalls mit Kristallen eingelegte Bar lädt zum Aperitif, Gläser und Karaffen wurden vom berühmten Weinkritiker James Suckling 2012 für Lalique entworfen, Serviettenringe mit Kristalleinlagen sind in Kooperation mit Christofle entstanden, Pfeffer- und Salzsteuer mit Mahlwerken von Peugeot nach Skizzen von René Lalique von 1924.

Weinraritäten in Fort-Knox-Ambiente
Wer in den ebenfalls von Botta entworfenen Weinkeller hinabsteigt, fühlt sich in ein futuristisches Fort Knox versetzt. Der Künstler Damien Hirst hat ein Kunstwerk mit vierzehn Eternal-Kristallplatten entworfen. Darin integriert ist eine in Vitrinen ausgestellte Kollektion von rund 20.000 Flaschen in Original-Weinkisten mit Schätzen wie einem Chateau D’Yquem aus dem Jahr 1865, einer großen Elsässer-Sammlung und rund 100 verschiedenen Weinen, die vom Weinpapst Robert Parker mit der Bestnote von 100 Punkten ausgezeichnet wurden. Herr über diesen besonderen Weinkeller, dessen Schätzwert in die Millionen geht und der auch für Privatempfänge oder Degustationen reserviert werden kann, ist der Spitzen-Sommelier Romain Iltis.

Sechs geschichtsträchtige, exklusive Suiten
Um ein Jahrhundert zurückversetzt fühlt sich, wer von Mario Bottas Restaurantbau das Hotel betritt, da die Elsässer Fassade der Traditionsvilla komplett erhalten blieb. Die Ehefrau des Sternekochs, Nicole Klein, führt das Luxushotel Villa René Lalique mit sechs exklusiven Suiten bis 66 m2. Alle Zimmer sind unterschiedlich gestaltet und erinnern an ein Jahrzehnt des Art Deco, aus dem Leben des 1945 verstorbenen Glas-, Kristall- und Schmuckkünstlers. Die Farbe Rot dominiert in der Suite ‚Hirondelle’ mit Lalique Portraits in dem Raum, den der Meister einmal selbst bewohnt hatte. Sanfte Pudertöne und florale Themen herrschen in der Suite ‚Rose’ vor. ‚Zeila’ ist dem Panther gewidmet, der von der Lalique-Enkelin Marie-Claude kreiert wurde. In ‚Dahlia’ dominieren Glasobjekte aus der Fabrik Lalique, die in Villennähe liegt.

VRL_Hirondelles╕Gilles-Pernet_HD1Authentische Innenarchitektur, die die Seele des Hauses bewahrt
Den Innenarchitekten Lady Tina Green und Pietro Mingarelli, die auch für Möbel, Dekorationsaccessoires und Textilien von ‚Maison Lalique’ verantwortlich zeichnen, ist es gelungen, mit dem Dekor Authentizität und Seele des Familienanwesens zu bewahren und Familienschätze effektvoll zu integrieren. So gibt es viele Originalfotografien, Details wie Armaturengriffe aus Kristall in den Bädern, eine Vitrine mit Karaffen, die Lalique mit prestigeträchtigen Partnern wie Whisky-Produzent Macallan oder den Cognac-Häusern Hardy  und De La Tour entworfen hatte. Stühle mit individuellen Kristallintarsien, speziell entworfene Türknöpfe und zahllose andere Objekte, die auf die universelle Schaffenskraft von René Lalique zurückgehen und von seinen Nachfolgern weiter entwickelt wurden. Silvio Denz, der Präsident des Imperiums Lalique und damit auch Besitzer der Villa, konnte seine Vision verwirklichen: Die Kreativität von René Lalique kann weiterleben, das Ambiente seiner Villa fasziniert heute wie vor 100 Jahren und wird im besten, neuzeitlichen Luxus interpretiert. Was läge da näher, als in einem Weinkeller des 21. Jahrhunderts mit einem guten Tropfen auf einen der größten Künstler des 20. Jahrhunderts anzustoßen… .

Erstveröffentlichung in Traveller’s World