Chefkoch Olivier Valade kombiniert in einem geschichtsträchtigen Schlosshotel französische Haute Cuisine mit regionaler Identität.
Ein Schloss zwischen Templer-Erbe und Gegenwart
Wenige Minuten vom mittelalterlichen Stadtkern Montluçons entfernt erhebt sich das Château Saint-Jean über einem drei Hektar großen Park mit Teich, jahrhundertealten Eichen und Linden. Das Anwesen geht auf eine Templerkomtur des 12. Jahrhunderts zurück. Seit 2016 haben Nicole und Jean-Claude Delion das Gebäude umfassend restauriert und in ein Fünf-Sterne-Hotel mit 19 individuell gestalteten Zimmern und Suiten, Spa-Bereich und drei gastronomischen Adressen verwandelt. 2018 folgte die Aufnahme in die Vereinigung Relais & Châteaux – ein Signal, das Montluçon als kulinarisches Reiseziel auf die Landkarte der Auvergne setzte.

Drei gastronomische Welten unter einem Dach
Das Château Saint-Jean verbindet auf engem Raum drei gastronomische Formate, die sich gegenseitig ergänzen und jeweils eine eigene Atmosphäre schaffen. Von der Michelin-prämierten Haute Cuisine über die unkomplizierte Bistroküche bis zur Cocktailbar am Vulkanstein-Kamin spannt sich ein Bogen, der unterschiedliche Anlässe und Stimmungen bedient – stets unter der kulinarischen Leitung von Chefkoch Olivier Valade.
La Chapelle: Fine Dining im romanischen Kirchenschiff
Im ehemaligen Kirchenschiff der Templerkapelle befindet sich das Restaurant La Chapelle, ausgezeichnet mit einem Stern im Guide Michelin seit Januar 2020 – nur sieben Monate nach der Eröffnung. Auf lediglich 22 Sitzplätzen serviert Chefkoch Olivier Valade vier- und fünfgängige Menüs, die regionale Produkte der Auvergne mit den Techniken der französischen Haute Cuisine verbinden.
Das Interieur verantwortet das Pariser Designbüro Jouin Manku, gegründet von Patrick Jouin und dem kanadischen Architekten Sanjit Manku. Jouin, der zuvor fünf Jahre für Philippe Starck arbeitete und unter anderem das Restaurant Alain Ducasse im Plaza Athénée gestaltete, verfolgte im Château einen Ansatz des minimalen Eingriffs. Die jahrhundertealten Kapellenmauern wurden lediglich sandgestrahlt, um die Steinbearbeitung sichtbar zu machen. Kupferlackpaneele kleiden das Kirchenschiff aus, das originale Weihwasserbecken am Eingang blieb erhalten. Zwischen den patinierten Steinbögen entsteht so ein Raum, in dem romanische Architektur und zeitgenössisches Design aufeinandertreffen.
Valade wurde in Brive-la-Gaillarde geboren und wuchs in der Auvergne auf. Seine Laufbahn führte ihn durch die Küche des Hôtel Matignon, anschließend zu Bernard Loiseau nach Saulieu, zu Hélène Darroze und ins Restaurant Le Divellec nach Paris. In der Bretagne erkochte er bereits einen Michelin-Stern, bevor er 2019 nach Montluçon kam – für ihn eine Rückkehr in die Heimat. Anstelle eines festen Signature Dish setzt Valade auf ständige Erneuerung. Die Menükarte wechselt mit den Jahreszeiten: Langustine mit Zucchiniblüten, Kalbsfilet mit Blaubeer-Vinaigrette, frische Kräuter aus dem hauseigenen Garten im Schlosspark. Seine Küche erstreckt sich über 250 Quadratmeter mit direktem Blick auf den Park Saint-Jean.

Bistrot Saint-Jean: Sternekoch-Handschrift ohne Formalität
Wer die Handschrift Valades in entspannterer Form erleben möchte, findet im Bistrot Saint-Jean die passende Alternative. Das Bistrot, das bei der Vergabe 2020 einen Bib Gourmand des Guide Michelin erhielt, empfängt seine Gäste unter einem Glasdach mit Blick auf den Park oder auf der Terrasse. Auf der Karte stehen Klassiker wie Foie gras und Tournedos Rossini neben modernen Kreationen, die Valades Stilistik in einer zugänglichen, unkomplizierten und dennoch raffinierten Interpretation zeigen.
Das Bistrot funktioniert als bewusste Ergänzung zum formelleren Rahmen von La Chapelle. Die offene Küche, das lichtdurchflutete Glasdach und der direkte Zugang zur Terrasse schaffen eine Atmosphäre, die sich an ein breiteres Publikum richtet – ohne die kulinarische Präzision aufzugeben, die Valades Arbeit kennzeichnet.
Bar Saint-Jean: Cocktailkultur am Vulkanstein-Kamin
Im Herzstück des Schlosses verbindet die Bar Saint-Jean Geselligkeit mit einem gestalterischen Detail, das auf die Geologie der Region verweist: Ein monumentaler Kamin aus Volvic-Stein erinnert an die Vulkane der Auvergne und prägt den Charakter des Raums. Das Dekor stammt ebenfalls von Patrick Jouin und Sanjit Manku, die den Raum mit dunklen Materialien und gedämpftem Licht als Gegenpol zur hellen Kapelle konzipierten.
Chef-Barkeeper Anthony Brouillet verantwortet eine Karte aus klassischen Cocktails, eigenen Signature Drinks sowie einer Auswahl an Champagnern und Spirituosen. Am Wochenende ergänzt Live-Musik die Szenerie. Die Bar funktioniert sowohl als Ausklang eines Abendessens in La Chapelle als auch als eigenständiger Treffpunkt – ein Ort, der die drei gastronomischen Ebenen des Château miteinander verknüpft.

Montluçon als Gourmet-Reiseziel in der Auvergne
Die Auvergne gilt in der französischen Gastronomie nicht als traditionelle Hochburg der Sterneküche. Umso bemerkenswerter ist die Entwicklung, die das Château Saint-Jean angestoßen hat. Montluçon selbst bietet als Reiseziel eine Kombination aus mittelalterlicher Stadtgeschichte und kultureller Infrastruktur. Die Altstadt mit ihren Fachwerkhäusern wird vom Schloss der Herzöge von Bourbon überragt, das heute das MuPop beherbergt – ein Musikmuseum mit rund 3.500 Instrumenten. Die romanische Kirche Saint-Pierre, der Garten Wilson und der Wochenmarkt ergänzen ein Stadtbild, das den Rahmen für einen kulinarisch motivierten Aufenthalt bildet.
Das Château Saint-Jean liegt strategisch zwischen Paris und der Auvergne und eignet sich als Zwischenstopp ebenso wie als eigenständiges Reiseziel. Der drei Hektar große Park mit seinem Teich und den Schwänen bildet einen Rückzugsort, der die kulinarischen Erlebnisse im Inneren des Schlosses um eine landschaftliche Dimension erweitert.
Wissenswertes für einen Besuch
Das Restaurant La Chapelle ist mittwochs bis samstags abends sowie samstags und sonntags mittags geöffnet. Das Bistrot Saint-Jean serviert mittags und abends. Das Château schließt jährlich von Anfang Januar bis Anfang März für Betriebsferien. Die Adresse lautet: Avenue Henri de la Tourfondue, Parc Saint-Jean, 03100 Montluçon. Reservierungen sind über die Website des Hotels sowie über die Plattform von Relais & Châteaux möglich.
Kulinarische Highlights im Château Saint-Jean auf einen Blick:
Vom Michelin-Stern in der Templerkapelle bis zum Cocktail am Vulkankamin – das Château Saint-Jean bündelt auf einem Anwesen in der Auvergne drei gastronomische Formate, die einander ergänzen und gemeinsam ein kulinarisches Gesamterlebnis schaffen.
- La Chapelle: Exklusives Michelin-Stern-Restaurant in einer Templerkapelle des 12. Jhd. Saisonaler Genuss von Chefkoch Olivier Valade (22 Plätze).
- Bistrot Saint-Jean: Mit dem Bib Gourmand ausgezeichnete Bistroküche unter einem modernen Glasdach mit Blick in den Schlosspark.
- Bar Saint-Jean: Stilvolle Cocktailbar mit Signature Drinks, monumentalem Volvic-Stein-Kamin und Live-Musik am Wochenende.
- Château Saint-Jean: Erstklassiges 5-Sterne-Hotel (Relais & Châteaux) in Montluçon mit 19 Zimmern, Spa, Pool und 3 Hektar Parkanlage.
Wer die Auvergne kulinarisch neu entdecken möchte, findet im Château Saint-Jean einen Ort, an dem sich Templergeschichte, Sterneküche und französische Lebensart auf engem Raum verdichten. Alle Details zum Aufenthalt und zur Reservierung unter: https://www.chateau-saint-jean.de/
Pressemitteilung Château Saint-Jean / MELCHIOR Kommunikations GmbH (2025)
chateau-saint-jean.net – Offizielle Website des Hotels
lhotellerie-restauration.fr – Profil Olivier Valade, Michelin-Stern 2020
Relais & Châteaux (relaischateaux.com) – Mitgliedsprofil
Guide Michelin (guide.michelin.com) – Restaurant La Chapelle
rjfm.net – Berichterstattung Michelin-Stern und Bib Gourmand 2020
magazine.bellesdemeures.com – Geschichte des Château, Familie Delion
Montluçon Tourisme (montlucon-tourisme.com) – Stadtinformation
interiordesign.net / hospitalitydesign.com – Profil Jouin Manku


