Glamping steht für eine Form des Reisens, die Naturerlebnis und Komfort verbindet. Wer die Nacht im Zelt verbringen möchte, muss nicht mehr auf Strom, ein festes Bett oder sanitäre Anlagen verzichten. Die Unterkünfte liegen oft mitten in einer Landschaft, in Küstennähe, an Wüstenrändern oder tief im Buschland, bieten aber den Komfort einer Lodge. Die Auswahl reicht von Panama City Beach in Florida über Ras Al Khaimah in den Vereinigten Arabischen Emiraten bis zu den roten Dünen des Wadi Rum in Jordanien. Auch im Okavango-Delta in Botswana, in den Flinders Ranges in Südaustralien, im Oscar Scherer State Park bei Sarasota, am Grand Canyon, in Moab oder in Tennessee, entlang der französischen Atlantikküste und im Luxemburger Süden gibt es Glamping-Angebote, die Reisende mit besonderen Orten verbinden.

Panama City Beach, Florida
Im St. Andrews State Park, einem Küstenschutzgebiet an Floridas Panhandle, stehen voll ausgestattete Zelte mit Queensize-Bett, Stromanschluss und Klimaanlage. Sie sind so platziert, dass die Gäste den Blick auf das Wasser haben, wo die größte bekannte Population großer Tümmler regelmäßig vorbeischwimmt. Der Tag beginnt mit dem Rauschen des Meeres und kann mit Spaziergängen auf weißen Stränden, Vogelbeobachtungen oder Wanderungen durch die Naturparks gefüllt werden. Am Abend sind Strandrestaurants wie das „Schooners“ Anlaufpunkte für frischen Fisch. Familien, Freundesgruppen oder Paare finden hier eine Mischung aus Rückzug und Aktivität.

Ras Al Khaimah, Vereinigte Arabische Emirate
Das nördlichste Emirat der Vereinigten Arabischen Emirate bietet mehrere Glamping-Optionen, die Naturerlebnis und Komfort kombinieren. Am Banan Beach befinden sich Zelt-Bungalows direkt am Wasser. Die Inneneinrichtung besteht aus pastellfarbenen Wänden und Möbeln aus Upcycling-Materialien. Für Gäste mit Hund gibt es haustierfreundliche Angebote. Wer Abenteuer sucht, kann im Bear Grylls Explorer Camp Wüstenexpeditionen unternehmen und Survival-Techniken kennenlernen. Long Beach Campground setzt auf Beduinen-Stil mit modernen Annehmlichkeiten, während das Bassata Camp traditionelle Zelte, lokale Spezialitäten, Kamelreiten und Wüstensafaris bietet. Im Bedouin Camp erleben Besucher abends Musik und Tanz unter dem Sternenhimmel.

Wadi Rum, Jordanien
Das Wadi Rum im Süden Jordaniens ist bekannt für rote Sanddünen, steile Felsformationen und eine Landschaft, die Filmproduktionen wie „Lawrence von Arabien“, „Der Marsianer“ und „Dune“ angezogen hat. Beduinen leben seit Jahrhunderten in der Region. Glamping-Angebote reichen von klassischen Beduinenzelten bis zu modernen Bubble-Domes, die klimatisiert sind und über eigene Badezimmer verfügen. Tagsüber stehen Kamelritte, Jeepsafaris und geführte Wanderungen auf dem Programm, die Besucher mitten in die Wüste führen. Nachts erlaubt die Zeltarchitektur den direkten Blick in den klaren Sternenhimmel.

Okavango-Delta, Botswana
Das Wilderness Chitabe Camp liegt im Übergang zwischen Okavango-Delta und Moremi-Wildreservat, einer Region mit hoher Dichte an Wildtieren wie Löwen, Wildhunden, Geparden, Leoparden und Elefanten. Die Suiten sind auf Holzplattformen gebaut, um einen freien Blick auf die umliegende Savanne zu ermöglichen. Sie verfügen über private Terrassen und helle Zeltarchitektur aus natürlichen Materialien. Pirschfahrten am frühen Morgen, Picknicks im Busch und traditionelle Barbecues bei Nacht gehören zu den Aktivitäten, die Gästen einen tiefen Einblick in die Tierwelt geben.

Flinders Ranges, Südaustralien
Die Eco Tents der Flinders Bush Retreats liegen im Willow Waters Gorge, wo Eukalypten und rote Felsen die Landschaft prägen. Abends ersetzt das Knistern des Feuers den Lärm der Stadt, während Kängurus und Emus in der Umgebung zu sehen sind. Die Zelte sind isoliert und mit Queensize-Bett, privater Ensuite mit Warmwasser, Solarbeleuchtung und Kitchenette ausgestattet. Gäste können selbst kochen, Grillstellen nutzen und die Natur in ruhigem Tempo erleben.

Oscar Scherer State Park, Sarasota
Der Oscar Scherer State Park liegt wenige Minuten von Sarasota entfernt und bietet Wanderwege, Angelmöglichkeiten und einen See zum Schwimmen. Besonders beliebt ist der Legacy Trail, der Radfahrende und Wandernde anzieht. Beim Timberline Glamping schlafen Gäste in Safari-Zelten mit komfortabler Ausstattung. Hängematten, Grillplätze und Picknicktische ermöglichen es, die Abende im Freien zu verbringen. Tagsüber können Besucher Kanufahren, Radfahren oder durch die Flora und Fauna des Parks wandern.
Nordamerika: Canyons, Wüsten, Wälder
Am Grand Canyon stehen Kuppelzelte und „Stargazer Tents“, die den Blick in den Nachthimmel freigeben. In Moab gibt es Planwagen, die an die Zeit der Pioniere erinnern, heute jedoch mit Betten und modernen Annehmlichkeiten ausgestattet sind. Anbieter wie Ulum Moab, Grand Canyon Glamping Resort oder Under Canvas haben Standorte in unmittelbarer Nähe zu Naturhighlights wie Zion, Bryce Canyon oder Lake Powell. Einige gehören zu den DarkSky Camps, die besonders gute Bedingungen für Sternbeobachtungen bieten. Tennessee Glamping bietet eine abgeschiedene Umgebung, in der Kuppelzelte mit Hot Tub oder Planwagen Übernachtungen ermöglichen.
Frankreichs Atlantikküste
Auf der Insel Noirmoutier stehen Safarizelte mit Blick auf den Ozean, wenige Meter vom Strand Plage des Sableaux entfernt. Gäste können zwischen Wald und Salzgärten spazieren und den Sonnenuntergang von der eigenen Terrasse aus sehen. Weiter südlich liegt der Campingplatz Sandaya Le Col Vert am Lac de Léon. Mit direktem Zugang zum Naturschutzgebiet Courant d’Huchet zählt er zu den naturnahen Adressen der Region.

Luxemburg
Der Minett Trail verbindet im Süden Luxemburgs ein UNESCO-Biosphärenreservat mit der industriellen Vergangenheit der Region. Auf 90 Kilometern wandern Gäste durch Landschaften, die von der Natur zurückerobert wurden. Ein Highlight ist der „Floater“, eine schwimmende Holzhütte am Kühlweiher in Dudelange. Sie bietet Platz für vier Personen, Panoramablicke, eine Schlafnische sowie Küche und Bad.

Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.lieb-management.de


