„Uhren mit Stil – und ihre unglaublichen Geschichten“
Colin Salter über Legenden und Meilensteine der Zeitmesskunst
Berühmte Klassiker am Handgelenk, wie die Omega Speedmaster, die Rolex Submariner oder die Patek Philippe 2499, sind weit mehr als bloße Zeitmesser. In seinem Bildband „Uhren mit Stil – und ihre unglaublichen Geschichten“ (Midas Verlag, 2025) beschreibt Colin Salter auf 144 Seiten 33 ikonische Modelle – von der ersten Armbanduhr der Welt bis zur heutigen Apple Watch. Dabei geht er auf die eng hiermit verbundene „Haute Horlogerie“, die „Hohe Kunst der Uhrmacherei“, ein. Doch der Autor verzichtet bewusst auf eine trockene Aufzählung von Kaliber-Spezifikationen. Stattdessen widmet er sich lieber den Geschichten hinter den Uhrengehäusen und blickt auf verschiedene Persönlichkeiten ihrer Zeit, die sie stolz trugen und teilweise mit ihnen Weltgeschichte schrieben.
Der in Edinburgh lebende Salter versteht es meisterhaft, die Brücke zwischen technischer Innovation und menschlichem Schicksal zu schlagen. Jedes Modell wird auf einer Doppelseite präsentiert, flankiert von gestochen scharfen Produktfotografien. Dabei beleuchtet Salter jedoch nicht nur den Glamour, sondern auch die Krisen der Zeitmesser und thematisiert unter anderem die revolutionäre Quarzuhr, die die Schweizer Uhrenindustrie in den 1970er Jahren fast in den Ruin trieb.
Von der Lindbergh bis zur Moonwatch
Die Auswahl der besprochenen Exponate liest sich wie das „Who’s who“ der internationalen Uhrmacherkunst:
- Longines Lindbergh Hour Angle (1931): Ein lebensrettendes Instrument für die Flugnavigation, das speziell für Charles Lindbergh entwickelt wurde.
- Omega Speedmaster Professional (1957): Die legendäre „Moonwatch“, die als erste Uhr auf dem Mond Geschichte schrieb.
- Heuer Monaco (1969): Die quadratische Ikone, die durch Steve McQueen im Film „Le Mans“ zum Inbegriff des Motorsports wurde.
- Patek Philippe 2499 (1971): Von dieser Uhr wurden in 35 Jahren nur 349 Exemplare hergestellt, eines davon gehörte John Lennon.
Salter blickt bis zu den Anfängen der Armbanduhren zurück und entführt die Leserschaft somit zu den Anfängen von Breguet, der 1810 die erste Armbanduhr der Welt mit der Nummer 2639 für Caroline Bonaparte, Königin von Neapel und Sizilien, anfertigte. Doch auch spätere Meilensteine der Uhrengeschichte, wie die Rolex Oyster als Sinnbild für Wasserdichtigkeit oder die Breitling Navitimer als treuer Begleiter der Luftfahrt fehlen nicht.

Visuelle Opulenz und haptische Qualität
Nicht nur inhaltlich, sondern auch fotografisch ist der Band ein Genuss und macht viele Details zu einzelnen Modellen der Uhrenhistorie sichtbar. Der Wechsel zwischen minimalistischen Studioaufnahmen und historischen Dokumentaraufnahmen erzeugt eine Dynamik, die die Lesenden in die jeweiligen Epochen hineinzieht. Man spürt förmlich das Ticken der mechanischen Herzschläge.
Trotz seines kompakten Umfangs bietet das Buch eine enorme Informationstiefe. Die hochwertige Fadenheftung und das großzügige Hardcover-Format (26,1 × 19,8 cm) unterstreichen den Qualitätsanspruch des Schweizer Midas Verlags.
Mehr als ein Coffee-Table-Book
„Uhren mit Stil“ ist weit mehr als ein Coffee-Table-Book. Es ist eine Hommage an die mechanische Perfektion unterschiedlicher Epochen. Salter gelingt das Kunststück, komplexe Technik verständlich zu erklären und gleichzeitig die emotionale Faszination für weltbekannte Uhrenmarken greifbar zu machen. Der Autor zeigt, dass hinter jedem Zeitmesser nicht nur Mechanik, sondern Leidenschaft, Experimentierfreude und Innovationsgeist stecken.
Für 28,00 Euro erhält der Leser einen 144-seitigen Bildband, bei dem mit jeder neu aufgeschlagenen Seite die Erkenntnis wächst, dass sich hinter jedem Saphirglas am Handgelenk auch immer ein Stück Weltgeschichte verbergen kann. Es wird Zeit, sie zu entdecken! Ein ideales Geschenk für Uhrenliebhaber und alle, die es werden wollen.
Weitere Informationen erhalten Sie unter: https://midas.ch/produkt/uhren-mit-stil/

Midas Verlag AG
Callwey Verlag
Friederikenhof, Lübeck